Müdisdorf im Erzgebirge
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Müdisdorf

Das kleine Dorf Müdisdorf liegt zusammen mit seinem Nachbarort Weigmannsdorf etwa 8 Kilometer von Freiberg im Erzgebirge entfernt.

Müdisdorf liegt zwischen der Freiberger Mulde und Weigmannsdorf und Großhartmannsdorf. Dabei liegt es auf einer Höhe von etwa 440 bis 510 Metern. Um 1963 wurden beiden vereinigt zu Weigmannsdorf-Müdisdorf, welches seit 1993 zur Gemeinde Lichtenberg/Erzgebirge gehört.

Weigmannsdorf erstreckt sich etwa auf einer Länge von 3,5 Kilometern entlang eines Baches, welcher Richtung Osten der Freiberger Mulde zufließt. Das Dorf Weigmannsdorf findet seine erste Erwähnung in einer Urkunde aus dem Jahr 1348 und wurde dort namentlich als Vicmansdorf genannt. Anfang des 15. Jahrhundert war dieses Dorf die Filialkirche von Lichtenberg. Dieses Status konnte es sogar nach der Reformation um 1539 beibehalten.

Die im 15. Jahrhundert errichtete Kirche des Ortes beherbergt eine von Adam Gottfried Oehme ausgeführte Orgel. Ebenso ist dies die Heimat von einen aus Zinn gefertigten Taufstein in der Form einer Muschel. Letzter datiert auf ein Alter aus dem Jahr 1668. Des weiteren enthält die Kirche 10 Deckengemälde vom Sigismund Zimmerman, einem ehemaligen Bauernmaler.

Pferde in Müdisdorf

Seit seiner Gründung durchlebte Müdisdorf viele verschiedene Ortsnamen:
1350 : Mudingesdorf
1412 : Mudigestorff
1474 : Mudigisdorff
1555 : Mugißdorff, Müßdorff
1791 : Můdisdorf

Verwaltungszugehörigkeit:
1445 : Pflege Freiberg
1843 : Amt Freiberg
1856 : Gerichtsamt Brand
1875 : Amtshauptmannschaft Freiberg
1952 : Landkreis Brand-Erbisdorf
1994 : Landkreis Freiberg
2008 : Landkreis Mittelsachsen

Seit der Verschmelzung von Weigmannsdorf und Müdisdorf, findet man heutzutage nur noch sehr wenige Fakten über das einst so ruhige und idyllische Örtchen. So glaubt man beispielsweise auf den ersten Blick gar nicht, dass der Zusammenschluss der Orte Lichtenberg-Weigmannsdorf-Müdisdorf etwa 1000 Arbeitsplätze aller möglichen Berufe sichert oder gar eine Kindertagesstätte mit 116 Plätzen und weitere 60 Plätze in einem Hort beherbergt. Ebenso gibt es dort eine Grundschule, Ärzte, Physiotherapeuten, und vieles mehr.

Besonders sehenswert sind hierbei die Denkmäler, Häuser und vor allem die Gärten. Nicht außer Acht zu lassen ist hierbei das Besucherbergwerk „Trau auf Gott Erbstolln“ in Lichtenberg oder auch die Wassermühle in Weigmannsdorf.

Sehenswert ist auch die Lichtenberger Talsperre.

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